Das Anbaugebiet mit 6.040 Hektar Rebfläche liegt am Nordrand des Bundeslandes Bayern zwischen Aschaffenburg und Schweinfurt und wird vom Main in einer großen W-Form durchflossen. Alle Weinberge sind an südwärts gerichteten Talhängen an den Flussufern des Mains oder in Seitentälern seiner Nebenflüsse angelegt. Es ist ein uraltes Weinland, dies beweist eine Schenkungs-Urkunde aus dem Jahre 777 an das Kloster Fulda. Der Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935) empfand den Frankenwein als „tief und rein wie ein Glockenton“. Das Anbaugebiet ist in die drei Bereiche Maindreieck, Mainviereck und Steigerwald gegliedert. Diese umfassen 23 Großlagen und 216 Einzellagen.
Es herrscht kontinentales Klima mit trockenen, warmen Sommern und kalten Wintern vor. Über 40% der Weine werden in den berühmten Bocksbeutel abgefüllt. Diese schon seit Jahrhunderten gebräuchliche Flaschenform ist (mit einigen Ausnahme-Regelungen) für fränkische Qualitätsweine gesetzlich geschützt.
Zu rund 90% werden Weißwein-Sorten angebaut. Durch das eher strenge Klima hat der Riesling viel weniger Bedeutung als in den anderen Anbaugebieten. Es dominiert Müller-Thurgau, der in Retzstadt 1925 erstmals gepflanzt wurde. Zweithäufigste Sorte ist der als „Frankens König“ bezeichnete Silvaner.
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